Wer heute den Fernseher einschaltet und Auswanderergeschichten sieht, erlebt viel Drama, Stress und Tränen. Es wird das Bild von naiven Menschen gezeichnet, die sich auf der Suche nach dem Glück ins Unglück stürzen. Dass diese Stories nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme sind, zeigt sich spätestens, wenn man mit echten Auswanderern länger als 10 Minuten redet oder ihnen im Podcast zuhört.
Bei EINFACH AUSSTEIGEN sind Menschen zu Gast, die es geschafft haben, sich erfolgreich ein neues Leben im Traumland aufzubauen. Sie sind heute glücklicher denn je, haben ihren Alltag, ihre Routinen und ihr Umfeld komplett neu gebaut und sagen: „Diesen Schritt hätte ich viel früher machen sollen.“ Auswandern kann dein gesamtes Lebensgefühl verändern und genau das ist inzwischen nicht nur Bauchgefühl, sondern messbar.
Auswandern macht glücklicher
Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt: Wer Deutschland verlässt, steigert im Durchschnitt seine Lebenszufriedenheit deutlich. In den GERPS‑Daten (German Emigration and Remigration Panel Study) legen Auswanderer auf einer Skala von 0 bis 10 im Schnitt um rund 0,5 Punkte zu – nach dem Umzug.
Das klingt nach wenig, ist es aber nicht. Das BiB bezeichnet diesen Sprung selbst als „bemerkenswert“, weil er etwa doppelt so stark ist wie der Effekt eines Umzugs innerhalb Deutschlands und sogar stärker sein kann als der Zugewinn durch andere klassische Glücksereignisse. Mit anderen Worten: Der Schritt über die Grenze hat mehr Einfluss auf dein Wohlbefinden als viele Dinge, die wir sonst mit „Glück“ verbinden.
Und das passt perfekt zu dem, was meine Gäste erzählen: Der neue Ort, die andere Mentalität, das Wetter, der neue Job – all das dreht nicht nur an kleinen Stellschrauben, sondern verschiebt das Lebensgefühl in eine neue Richtung.
Auswanderungszahlen
2024 haben über 270.000 Deutsche ihre alte Heimat verlassen. Die Zahl der Deutschen im Ausland wächst seit Jahren
Die Gründe sind vielfältig und oft eine Mischung aus allem:
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Bessere Lebensqualität und mehr Zeit statt Dauerstress.
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Schöneres Wetter und mehr draußen sein.
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Neue Karrierechancen oder ein entspannterer Arbeitsmarkt.
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Ein politisches und gesellschaftliches Umfeld, das besser zu den eigenen Werten passt.
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Lust auf Abenteuer, Veränderung und Neuanfang.
Wer profitiert am meisten?
Die Studien zeigen: Besonders stark gewinnen diejenigen, die selbstbestimmt auswandern – also Menschen, die nicht versetzt werden, sondern aus eigener Motivation gehen. Singles und Alleinstehende legen im Schnitt sogar noch mehr zu, hier liegt der Plus‑Effekt bei rund 0,6 Punkten auf der Zufriedenheitsskala.
International zeigt sich ein ähnliches Bild: Auswertungen zum World Happiness Report zeigen, dass Migranten im Schnitt mehr positive und weniger negative Emotionen erleben als Menschen, die im Herkunftsland bleiben. Besonders deutlich sind die Glücksgewinne, wenn Menschen aus weniger entwickelten Regionen in wohlhabendere und offenere Länder ziehen – Mut und Ortswechsel zahlen sich dort in messbar mehr Wohlbefinden aus. Oder aber auch, wenn man aus einem „reichen“ Land kommt und in ein Land mit günstigeren Lebenshaltungskosten auswandert und sich dann mehr leisten kann.
Die emotionale Achterbahn, und dann?
Kurz vor der Auswanderung wird es oft richtig ungemütlich: Zweifel, schlaflose Nächte, die Frage „Bin ich völlig verrückt?“ und ein Gefühl von Überforderung, weil alles gleichzeitig passiert. Die BiB‑Daten zeigen genau diese Phase: Bei vielen sinkt die Lebenszufriedenheit kurz vor dem Umzug – Abschied, Unsicherheit, Bürokratie.
Spannend wird es nach der Ankunft im neuen Land:
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Sobald die ersten Hürden genommen sind und sich ein neuer Alltag etabliert, schießt die Lebenszufriedenheit deutlich nach oben.
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Dieser Glücks‑Kick ist kein kurzer Urlaubsrausch, sondern bleibt in vielen Fällen mindestens ein bis zwei Jahre klar über dem Ausgangsniveau stabil.
Auswandern ist damit einer der stärksten Hebel, um das eigene Wohlbefinden spürbar zu erhöhen – vorausgesetzt, du willst diesen Schritt wirklich und bereitest ihn bewusst vor und flüchtest nicht einfach aus deinem alten Leben und dem Umfeld.
Soziale Integration
Ein zentraler Punkt für dauerhaftes Glück im Ausland ist die soziale Integration. Die Forschung zeigt: Menschen, die im neuen Land Freundschaften aufbauen, beruflich Fuß fassen und das Gefühl haben, dazuzugehören, sind langfristig deutlich zufriedener. Es geht nicht darum, die eigene Herkunft zu verleugnen, sondern das Beste aus beiden Welten zu verbinden.
Dazu gehört:
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Kontakte zu Einheimischen statt nur zur deutschsprachigen Bubble.
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Zugang zum Arbeitsmarkt und ein Job, der zum eigenen Profil passt.
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Teilhabe am Alltag: Vereine, Hobbys, Schule, Nachbarschaft.
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Und: Sprache. Je besser du die Landessprache sprichst, desto leichter wird alles – von Smalltalk bis Steuerbüro. Wenn du beim Lernen einer neuen Sprache Hilfe brauchst, findest du hier Tipps.
Fazit: Mehr als ein Ortswechsel
Die Entscheidung ins Ausland zu gehen, bringt jede Menge Herausforderungen mit sich: Papierkrieg, Abschiede, Kulturcrashs, Sprachhürden. Aber die Daten und die Geschichten zeigen dieselbe Richtung: Viele von denen, die diesen Schritt bewusst wagen, finden nicht nur ein neues Zuhause, sondern ein Leben, das besser zu ihnen passt – mit einem messbaren Plus an Lebenszufriedenheit.
Die über 250 Gäste im Podcast sind dafür der beste Beweis: Auswandern macht nicht automatisch glücklich. Aber für alle, die diesen Schritt aus Überzeugung gehen, ist es oft der Start in das Leben, das sie vorher nur im Kopf hatten.
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